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ARTE Reportage

ARTE Reportage
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Sa, 18.04.2026 | 17:25 - 18:20

Tagesgeschehen (F,D 2026)

(1) Brasilien: Mütter gegen Polizeigewalt Hunderte Mütter fordern in Brasilien Gerechtigkeit für ihre Kinder, die Opfer von Polizeigewalt wurden. Die Todesfälle werden fast immer mit der notwendigen Selbstverteidigung der Einsatzkräfte begründet, gleichzeitig prangern NGOs eine exzessive Gewaltanwendung der Polizei an und werfen ihr sogar Hinrichtungen auf offener Straße vor. Brasilien wurde dafür mehrfach vom Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt. Am 6. Mai 2021 wurden bei einem Einsatz in Jacarezinho 27 Menschen getötet, das war für viele ein großer Schock. Mütter, Anwälte und Aktivisten gründeten daraufhin die NGO RAAVE, um die Opfer der Polizeigewalt zu begleiten. Fatima Pinho, die Gründerin des Netzwerks, setzt sich dafür ein, gegen die augenscheinliche Straflosigkeit der Täter in Uniform vorzugehen, denn in neun von zehn angezeigten Fällen werden die Verfahren gegen Polizisten eingestellt. (2) Irak: Kehren Christen heim nach Mossul? In Mossul läuten für die verbliebenen Christen wieder Kirchenglocken. Viele sind es nicht, die zum Gottesdienst erscheinen: Vor 2003 lebten in Mossul fast 50.000 Christen, 2026 sind es nur noch gut 30 Familien. Alle anderen flohen vor dem Terror des IS nach Irakisch-Kurdistan oder in den Westen. ARTE-Reporter sprachen mit den Christen, die in Mossul blieben, und mit denen im Exil in der nahe gelegenen autonomen Region Kurdistan. Viele stellen sich dieselben Fragen: Kündigen die wiederaufgebauten Kirchen die Rückkehr der christlichen Gemeinden in Mossul an? Oder sind sie nur eine Art museales Symbol der Vergangenheit, ein Zeichen des endgültigen Abschieds der Christen von ihrer Stadt?

Thema
  • Brasilien: Mütter gegen Polizeigewalt.
  • Irak: Kehren Christen heim nach Mossul?.
Alter
  • FSK o.A.