One Night at KitKat
Stadt (D 2026)
Seit mehr als 30 Jahren zählt der Berliner KitKatClub zu den bekanntesten Orten des internationalen Nachtlebens. Die Kleidung wird am Eingang gegen kinky Outfits eingetauscht, Handy-Kameras sind ein No-Go: Das KitKat in Berlin setzt auf strikte Privatsphäre. Für die Dokumentation "One Night at KitKat" von ARD Kultur wurden exklusiv die Türen des legendären Clubs geöffnet. Menschen aus aller Welt kommen ins KitKat, um einen Raum zu erleben, in dem Technoszene, sexpositive Clubkultur und Fetischszene frei von gesellschaftlichen Konventionen gelebt werden können. Für viele ist der Club zugleich ein Ort, an dem Fragen von Identität, Zugehörigkeit und sexueller Selbstbestimmung verhandelt werden. Seine strenge Türpolitik schützt die Besuchenden des Clubs und macht ihn gleichzeitig zu einem der geheimnisvollsten. Die Dokumentation "One Night at KitKat" wirft einen einzigartigen, so noch nicht gezeigten Blick auf die legendäre, originale KitKat-Nacht am Samstag. Die Gründer, Gäste und Mitarbeitende erzählen von Selbstakzeptanz, Gemeinschaft und persönlicher Veränderung. Der Film begleitet unter anderem KitKat-DJ Don Basti und seine Freundin Nora, die von Depressionen, Körpergefühl und neuer Selbstsicherheit erzählen. Die ehemalige Köchin und heutige Domina Megan spricht über sexuelle Selbstbestimmung – und darüber, wo die Schutzmechanismen des Clubs an ihre Grenzen stoßen. Die Protagonisten sprechen aber auch über Grenzüberschreitungen und über die Frage, wie sich Sicherheit und Freiheit als zentrale Versprechen der Clubkultur miteinander vereinbaren lassen. Dabei geht es um Kommunikation, Vertrauen, individuelle Grenzen und die Suche nach einem respektvollen Miteinander in einem Raum größtmöglicher persönlicher Freiheit. (ARD Kultur)