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Weltspiegel

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So, 08.11.2026 | 18:30 - 19:15

Tagesgeschehen (D 2026)

USA: Nach den Zwischenwahlen – warum die Demokraten auch in Kansas gewinnen: Obwohl US-Präsident Donald Trump nicht auf den Wahlzetteln stand, galten die Zwischenwahlen zur Mitte seiner Amtszeit als wichtiger Gradmesser für die Akzeptanz seiner Politik. "Stimmt, als wenn ich zur Wahl stehen würde", hat Trump seinen Anhängern zugerufen. Dass zumindest eine Kammer des Senats, das Repräsentantenhaus, an die Opposition fallen würde, war abzusehen, genauso wie die Tatsache, dass es im Senat sehr eng werden würde. Der deutliche Sieg der Demokraten in beiden Kammern des Parlaments wird die politische Agenda verändern. Selbst in republikanischen Hochburgen wie Kansas haben die Demokraten das Rennen um den Sitz als Senator gewonnen. Zum ersten Mal seit 1932! Aber wie ist es dazu gekommen? Und was erwarten Wähler in traditionell konservativen Bundesstaaten wie Kansas von dem neu gewählten demokratischen Senator? Der "Weltspiegel" mit einer atmosphärischen Analyse aus dem Land. : Autorin: Sarah Schmdt, ARD-Studio Washington D.C. Polen: Angst vor russischen Drohnen: Als beim polnischen TV-Sender "TVP" in Lublin plötzlich das Nachmittagsprogramm unterbrochen werden muss, wissen alle, was zu tun ist. Luftalarm, weil wieder einmal Drohnen aus Russland Richtung Lublin fliegen. Die Mitarbeiter gehen in die Schutzräume im Keller. Inzwischen sind Luftalarme im Osten Polens keine Seltenheit mehr. Aus Russland "verirren" sich regelmäßig Drohnen auf polnisches Gebiet, obwohl unter Experten niemand davon ausgeht, dass die Drohnen zufällig ankommen. Vielmehr verstehen die Verantwortlichen diese Manöver als Test der russischen Führung, mit dem die Handlungsfähigkeit der NATO an der Ostflanke geprüft werden soll. Die Menschen im Osten Polens fühlen sich inzwischen bedroht. Der Krieg gegen die Ukraine kommt näher und näher.: Autorin: Ina Ruck, ARD-Studio Warschau Russland: Nordkoreanische Vertragsarbeiter: Tausende Nordkoreaner haben in den vergangenen Jahren an der Seite russischer Soldaten im Krieg gegen die Ukraine gekämpft. Sie wurden vom Regime in Pjöngjang entsandt, das im Gegenzug High-Tech-Waffen und Devisen zum Ausbau des eigenen Atomprogramms erhielt. Jetzt gibt es vermehrt Hinweise darauf, dass Nordkoreaner auch in der russischen Industrie eingesetzt werden, weil dort immer mehr Fachkräfte fehlen. Bis zu 30.000 Nordkoreaner sollen in russischen Betrieben arbeiten, häufig bei der Produktion von Drohnen eingesetzt werden, aber auch in zivilen Betrieben. Um UN-Sanktionen zu umgehen, erhalten die Nordkoreaner Studentenvisa. Bis zu 90 Prozent des Einkommens der Arbeitskräfte wird vom Regime abgeschöpft, die Nordkoreaner werden von Sicherheitsdiensten überwacht und von der russischen Bevölkerung abgeschirmt. Der "Weltspiegel" begibt sich auf Spurensuche. : Autor: Norbert Hahn Serbien: Sie holen sich ihr Land zurück: Nach dem Erfolg der Studentenliste bei den Parlamentswahlen versuchen die Aktivisten und Aktivistinnen, in ihrem Land wieder demokratische Strukturen einzurichten und die autoritären Strukturen zu überwinden, die der abgewählte Präsident Aleksandar Vucic und seine Partei etabliert hatten. Über viele Jahre hat Vucics Partei in Justiz, Polizei, Verwaltung und Medien ihren Einfluss ausgebaut. Auch an Universitäten wurden unliebsame Professoren einfach kaltgestellt und gegen ihren Willen von ihren Aufgaben entbunden. Jetzt machen sich diejenigen, die unter Vucic und seinem Regime gelitten haben, auf, um Serbien wieder demokratiefähig zu machen. Der "Weltspiegel" begleitet zwei Projekte.: Autor: Andreas Bachmann, ARD-Studio Wien Türkei: Wenn die Erde aufbricht – die wachsende Gefahr der Sinklöcher in der Türkei: In Antalya in der Türkei beginnt am Montag die COP 31, die UN-Klimakonferenz. Dort wird es auch darum gehen, wie die natürlichen Ressourcen möglichst schonend und nachhaltig genutzt werden können. Für Bauer Fatih in Zentralanatolien ist das eine wichtige Frage. Denn er erlebt auf seinen eigenen Feldern, was passiert, wenn intensive Landwirtschaft den Boden austrocknet. Klimawandel und intensive Landwirtschaft lassen die Grundwasservorräte schwinden. Manche Bauern bohren inzwischen bis zu 150 Meter tief, um noch an Wasser zu gelangen. Mit dramatischen Folgen: Sogenannte Sinklöcher, auf Türkisch Obruk, breiten sich immer schneller aus. Die Erde sackt plötzlich ab, zurück bleiben gewaltige Krater – manche so groß wie ein Fußballfeld. Auch auf Fatihs Feld hat sich ein solches Loch aufgetan. : Und längst bedrohen die Krater nicht nur landwirtschaftliche Flächen, sondern auch Wohngebiete.: Um die Gefahr langfristig einzudämmen, müsste die Landwirtschaft umgestellt werden. Doch ein übergeordnetes staatliches Konzept dafür fehlt, kritisieren Umweltverbände. Und so steht Bauer Fatih vor einem Dilemma: Wie soll er seine Existenz sichern, ohne gleichzeitig den Boden zu gefährden, von dem er lebt?: Autorin: Katharina Willinger, ARD-Studio Istanbul Indonesien: Der gefährliche Alltag der Kinderjockeys: "Auf dem Rücken der Pferde liegt das Glück dieser Erde" heißt es im Reitsport häufig. Doch auf der indonesischen Insel Sumbawa reiten die wenigsten einfach so zum Spaß. Sie tun das, weil es Geld bringt. Besonders Kinder können als Jockeys bei Galopprennen gut verdienen. Sie sind leicht und damit schnell. Eine jahrhundertealte und gefährliche Tradition – bei der sich viele Kinder bereits schwer verletzt haben oder sogar gestorben sind. Doch in Indonesien ist eine Karriere als Jockey oft der einzige Weg aus der Armut. Und bei den Sicherheitsmaßnahmen schauen die Behörden nicht so genau hin. : Autor: Florian Bahrdt, ARD-Studio Singapur

Thema
  • USA: Nach den Zwischenwahlen – warum die Demokraten auch in Kansas gewinnen.
  • Polen: Angst vor russischen Drohnen.
  • Russland: Nordkoreanische Vertragsarbeiter.
  • Serbien: Sie holen sich ihr Land zurück.
  • Türkei: Wenn die Erde aufbricht – die wachsende Gefahr der Sinklöcher in der Türkei.
  • Indonesien: Der gefährliche Alltag der Kinderjockeys.
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